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Blasenentzündung im Sommer


Auch wenn Blasenentzündungen in der kalten Jahreszeit Hochsaison haben, kann Blasenentzündung im Sommer ebenfalls aufwarten.

Du sitzt gerne im Bikini am Pool und schlürfst an langen Sommerabenden Cocktails in kurzen Kleidchen? Eine Sommerromanze rundet den perfekten Sommer eventuell noch ab?

Vielleicht kannst Du es Dir erlauben, doch auch im Sommer sollten wir immer ein Gespür für unseren Körpers haben, um nicht den nächsten Tag mit Wärmflasche im Bett zu verbringen.

Hier sind die 7 besten Tipps, wie Du Blasenentzündung im Sommer vermeidest:

1. Vermeide Chlorwasser!

Chlorwasser kann Blasenentzündungen verursachen. Es sind nicht etwa fremde Keime, die im Pool eingefangen werden. Es ist der Chlor an sich, der die Schleimhäute reizt. Der Chlor kann das dicht mit Milchsäurebakterien besiedelte Vaginalmilieu stören, wodurch der pH-Wert der Scheide ansteigt. Die Vaginalflora ist dafür zuständig, auch in die Harnröhre aufsteigende Bakterien und Pilze abzuwehren. Eine gestörte Bakterienzusammensetzung kann diese Aufgabe nicht mehr optimal erfüllen.

Besser ist es, in natürlichem Süß- oder Salzwasser zu baden, und besonders frisch gechlorte Schwimmbecken (die Augen brennen!) zu vermeiden.


2. Ziehe feuchte Badesachen immer direkt aus!

Nach dem Baden immer direkt den feuchten Bikini oder Badeanzug wechseln. Eine Auskühlung schwächt das lokale Immunsystem und vermindert die Durchblutung, die feuchte Kälte dringt in die Blase ein. Hierdurch können Erreger weniger gut abgewehrt werden.


3. Tampons nach dem baden sofort wechseln!

Baden mit Tampon kann gefährlich werden, da Erreger am feuchten Tamponschnürchen leicht in die Vagina aufsteigen können. Der gesamte Urogenitaltrakt ist als Eins zu sehen, Infektionen der Scheide begünstigen immer auch Harnwegsinfektionen. Daher sollte der Tampon, falls er beim Baden verwendet wird, anschließend umgehend gewechselt werden.


4. Achtung mit Verkühlung – auch im Sommer!

Die Sommerwärme lädt natürlich zu leichter Kleidung ein. Allerdings kann es abends empfindlich kalt werden, vor allem wenn Wind aufkommt. Um Blasenentzündung im Sommer zu vermeiden, nehme ich immer einen Pullover und Leggings oder eben dem Wetter entsprechende warme Kleidung mit, um niemals kalt zu bekommen. Die Kälte dringt gerne unter die kurzen Sachen in den Unterleib ein und kann die Blase auskühlen.


5. Sei sparsam mit Alkohol!

Im Sommer wird besonders gerne Alkohol genossen, häufig auch in größeren Mengen. Alkohol ist Gift für die Blase, denn er schwächt den Organismus. Dieser sollte bei Anfälligkeit für Blasenentzündung unbedingt stark und funktionsfähig gehalten werden. Ein Teil des Alkohols wird über die Nieren an die Blase abgegeben und kann hier Reizungen verursachen.

Nach Traditionell Chinesischer Medizin (TCM) erhitzt er den Körper und verstärkt hierdurch die sog. „Feuchte Hitze“, die bei bakteriellen Blasenentzündungen meist vorliegt.

Als ich noch Alkohol getrunken habe (inzwischen lebe ich sehr glücklich ohne 😉 ), achtete ich immer darauf, anschliessend gleich ein großes Glas warmes Wasser zu trinken. Dies tut sehr gut, spült die Blase durch und die Wärme sorgt für Entspannung.

Strikt zu meiden ist Alkohol während einer akuten Blasenentzündung.

Zum Thema Alkohol und Antibiotika: Gänzlich untersagt ist Alkohol auch bei Einnahme von Antibiotika, da er die Wirkung beeinträchtigen kann. Dies fördert die Resistenzbildung, da nicht alle Bakterien abgetötet werden. Zudem kann es zu gefährlichen Wechselwirkungen kommen.


6. Halte dich an die Ernährung der Mitte!

Der Sommer lädt aufgrund der Hitze dazu ein, viele kühlende Nahrungsmittel zu sich zu nehmen. In der TCM weiß man jedoch, dass viele kühlende Nahrungsmittel auch Feuchtigkeit im Körper bilden. Besonders Milchprodukte wie Joghurt und Quark, aber auch süß-kalte Früchte wie die Wassermelone bilden viel Feuchtigkeit im Körper. Feuchtigkeit ist ein Begriff der TCM, den man sich als Stoffwechselschlacken vorstellen kann. Bei bakteriellen Infekten sind solche Stoffwechselschlacken meist bereits vorhanden, feuchtigkeitsbildende Nahrungsmittel können so Infekte weiter fördern.

Besser sind sanft kühlende, aber nicht feuchtigkeitsbildende Nahrungsmittel wie Pfefferminztee, Zucchini oder Avocado. Kühlschrankkalte Nahrungsmittel sollten trotzdem gemieden werden, am bekömmlichsten sind die Speisen gekocht (und ggf. wieder abgekühlt), oder in kleinen Mengen bei Zimmertemperatur gegessen. Kalte Nahrungsmittel kühlen den Verdauungstrakt zu sehr herab, vermindern die Resorption und fördern durch die ungenügende Transformation auch wieder die Feuchtigkeitsbildung im Körper – ein Teil der Nahrung kann einfach nicht umgewandelt werden, hierfür ist immer Wärme erforderlich.

Ebenfalls gemieden werden sollten stark erhitzende Nahrungsmittel wie Chilli oder scharf-heiße Gewürze (indische, mexikanische Küche). Diese erhitzen den Körper weiter und begünstigen ebenfalls die sog. „Feuchte Hitze“ in der Blase, welche für das entzündliche Brennen sorgt (siehe dazu mein Interview mit Ernährungsberaterin Katharina Ziegelbauer („Blasenentzündung durch feuchte Hitze?“).

Am besten sind allgemein sanft wärmende oder sanft kühlende gekochte Speisen. Im Sommer sind kleinere Mengen Rohkost normalerweise gut verträglich. Ausführliche Ernährungshinweise bei Neigung zu Blasenentzündung findest Du in meinem Buch.


7. Berücksichtige die klimatischen Gegebenheiten!

Urlaub in einem tropischen Land? Die TCM lehrt uns, dass die klimatischen Bedingungen den Zustand im Körper weiter verstärken. Hat man z.B. schon die beschriebene „Feuchte Hitze“ in sich, so wird diese in feucht-warmen tropischen Ländern verstärkt. Aus diesem Grund beklagen sich viele Frauen, die in exotische Länder reisen, dort über bakterielle Harnwegsinfekte (siehe meinen Artikel „Wie ich mich in den Tropen vor Blasenentzündungen schütze“, wo ich von meinem Jahr auf Bali berichte.

Unter solchen klimatischen Gegebenheiten sind befeuchtende (v.a. Milchprodukte, Süßes) und erhitzende (v.a. Gewürze, Alkohol) Speisen unbedingt zu meiden. Grüntee kann ein gutes Getränk sein, das kühlt und feuchte Hitze ausleitet. Achtung, den Grünen Tee nach dem Urlaub am besten wieder reduzieren, da er hierzulande zu kalt ist und zudem kostbare Körpersäfte und die Haut austrocknet!

So, nun hoffe ich, Du bist startklar für den Sommer und kannst Dir mit diesen Tipps & Tricks Deine Abwehrkraft bewahren!

Hast Du noch weitere Tipps, die Dir gegen Blasenentzündung im Sommer helfen? Dann freue ich mich über Deinen Kommentar unten!





*Hinweis: Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin bin, sondern aufgrund meiner eigenen Geschichte auf die Suche nach natürlichen Lösungsansätzen für Blasenentzündungen gegangen bin, über die ich hier berichte. Dieser Blog dient reinen Informationszwecken und kann eine ärztliche Behandlung nicht ersetzen. Die hier veröffentlichten Informationen dürfen keinesfalls als Empfehlung zur Selbstmedikation verstanden werden. Bei ernsthaften gesundheitlichen Beschwerden sollte unbedingt einen Arzt oder Heilpraktiker zurate gezogen werden.*

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