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Blasenentzündung durch Feuchte Hitze?

Blasenentzündung durch Feuchte Hitze? Der Begriff “Feuchte Hitze” fällt in Fachkreisen schnell, wenn man sich mit den Ursachen einer Blasenentzündungen aus Sicht der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) beschäftigt. Doch was um Himmels Willen ist Feuchte Hitze, und was hat sie mit Blasenentzündungen zu tun?

Ich freue mich besonders, diesen Blogartikel zu präsentieren, denn in ihm steht Katharina, die Autorin des Blogs “Ernährungsberatung Wien – nach TCM” zum Thema Blasenentzündung durch Feuchte Hitze Rede und Antwort. Auf ihrem Blog gibt sie Tipps zur Ernährung nach den Prinzipien der TCM und bricht komplexe Zusammenhänge leicht verständlich herunter.

Ein Blick auf ihren Blog lohnt sich in jedem Fall!

Also, los geht’s!

Emily:

In der westlichen Medizin werden Blasenentzündungen meist auf eine erhöhte Konzentration von Bakterien im Urin, vor allem E. coli, zurück geführt, die bei der Frau durch die kurze Harnröhre leicht in die Blase eindringen können. 

In der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) wird als zugrunde liegendes Ungleichgewicht bei bakteriellen Harnwegsinfektionen jedoch häufig die “Feuchte Hitze” genannt. Was ist die Feuchte Hitze, wie kommt sie zustande und woran liegt es, dass in einem solchen Milieu leicht bakterielle Infektionen entstehen?

Katharina:

In der TCM gibt es im Körper dieselben Phänomene wie in der Natur: Hitze, Kälte, Wind, Trockenheit und Feuchtigkeit. Alle diese können zu Beschwerden führen, wenn sie zu stark ausgeprägt sind. Feuchtigkeit entsteht etwa durch häufiges Überessen, zu viel Rohkost und kaltes Essen, durch zu viel Zucker und Weißmehl oder zu viel Kuhmilch und Jogurt. Wenn dann scharfe Gewürze, viel Kaffee oder Wurst und Fleisch dazukommen, entwickelt sich eine innere Hitze. Auch Emotionen und Stress können Hitze im Körper erzeugen. Das Klima ist dann wie im Dschungel – es ist feucht und heiß. Da wächst alles sehr gut, leider auch die Bakterien.

Emily:

Nicht jede Blasenentzündung ist allerdings auf Feuchte Hitze zurückzuführen. Welche sonstigen Krankheitsbilder können aus Sicht der TCM daneben vorliegen, und wie kann ich als Frau herausfinden, auf welches Ungleichgewicht meine Blasenentzündung zurückzuführen ist?

Katharina:

Häufig steht zu Beginn der Blasenentzündung eine Kälte, die etwa von außen in den Körper hineinkommt (Beispiel: auf kaltem Boden sitzen). Innere Kälte, etwa entstanden durch viel Rohkost und kaltes Essen (merkbar z.B. an häufigem Frieren), und äußere Kälte verstärken einander. Die Kälte verbindet sich dann mit der inneren Feuchtigkeit zu “Feuchter Kälte”. Feuchtigkeit ist ein Faktor, der das Entstehen von Blasenentzündungen sehr fördert. Deshalb ist es ratsam, dauerhaft zu befeuchtende Nahrungsmittel wie Zucker und Kuhmilch zu reduzieren und mehr gekochte Mahlzeiten zu essen. Dann entzieht man den Blasenentzündungen den Boden. Die Feuchte Kälte kann dann zu Feuchter Hitze werden, einfach durch die Verweildauer der Feuchtigkeit. Die Symptome ändern sich dann von reichlichem, hellem Urin mit häufigem Harndrang zu trübem und eher spärlichem Urin und Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen. Brennen ist immer ein Zeichen für Hitzebeteiligung, ebenso der bakterielle Befund. Eine weitere Ursache für Blasenentzündungen ist eine Herz-Hitze. Dabei spielt Aufregung und Nervosität eine große Rolle und die Blasenentzündung ist prinzipiell ohne Befund. Beispiel: Vor einem Vortrag noch 5 Mal auf die Toilette laufen. Nebensymptome bei der Herz-Hitze können innere Unruhe, Schlafstörungen, Schwitzen in Achselhöhlen und Handflächen sowie Entzündungen im Mundraum sein.

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Emily:

Was geschieht eigentlich durch häufige Antibiotikaeinnahme in unserem Körper? Kann der Zustand der Feuchten Hitze hierdurch verschlimmert werden?

Katharina:

Antibiotika wirken stark kühlend und befeuchtend, deshalb helfen sie auch bei Entzündungen, die nach TCM eine Hitze zeigen. Also sollten sie prinzipiell nur bei Blasenentzündungen mit bakteriellem Befund angewendet werden, was eine Feuchte Hitze zeigt. Das Problem ist, dass sie innere Kälte und Feuchtigkeit verstärken können. So kann es passieren, dass die Blasenentzündungen immer wiederkehren. Günstiger aus Sicht der TCM wäre es, die Ursache zu beheben, also innere Kälte zu wärmen und Feuchtigkeit auszuleiten.

Emily:

Wie können wir durch eine Ernährungsumstellung dazu beitragen, dass Blasenentzündungen in Zukunft seltener auftreten?

Katharina:

Die wichtigsten Faktoren sind: mehr warm und gekocht esssen (am besten 3x täglich), weniger Rohkost, Befeuchtendes wie Weißmehl, Zucker, Kuhmilch, Käsebrote reduzieren, viel gekochtes Gemüse, Reis, Hirse, Polenta und anderes Getreide essen, Hülsenfrüchte, tierisches Eiweiß nur in Maßen. Besonders ungünstig ist Frittiertes. Wenn die betroffene Person merkt, dass sie ein Kältetyp ist (viel frieren, heller, reichlicher Urin, äußere Kälte als Auslöser), können wärmende Gewürze und Tees wie Thymian, Rosmarin, Zimt und Ingwer helfen. Bei Hitzetypen (viel schwitzen, spärlicher, trüber Urin, Neigung zu rotem Gesicht oder roten Wangen, Entzündungen im Körper wie Zahnfleischentzündungen, Gastritis) sollte man diese Gewürze eher weglassen und sanft kühlende Kräutertees wie Lavendel, Melisse oder Kamille trinken.

Emily:

Welche abschließenden Worte möchtest du Frauen mit immer wiederkehrenden Blasenentzündungen noch mitgeben?

Katharina:

Ich möchte gerne noch sagen, dass häufig auch Stress beteiligt ist. Abgesehen von der passenden Ernährung kann es auch helfen, den gesamten Lebensstil zu betrachten. Schlafe ich ausreichend? Bin ich viel unter Zeitdruck oder im Stress? Wie kann ich zu mehr Ausgleich zwischen Arbeit und Erholung kommen? Ich mag den Gedanken, dass unser Körper unser Freund ist, der uns mit den verschiedenen Beschwerden immer etwas mitteilen will und uns helfen will, mehr auf uns zu achten.

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Vielen Dank für das Interview, liebe Katharina!

Mehr spannende Informationen über die Ernährung nach den Prinzipien der TCM findet ihr auf Katharina’s Blog: www.ernaehrungsberatung-wien.at/blog


*Hinweis: Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin bin, sondern aufgrund meiner eigenen Geschichte auf die Suche nach natürlichen Lösungsansätzen für Blasenentzündungen gegangen bin, über die ich hier berichte. Dieser Blog dient reinen Informationszwecken und kann eine ärztliche Behandlung nicht ersetzen. Die hier veröffentlichten Informationen dürfen keinesfalls als Empfehlung zur Selbstmedikation verstanden werden. Bei ernsthaften gesundheitlichen Beschwerden sollte unbedingt einen Arzt oder Heilpraktiker zurate gezogen werden. *

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