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Blasenentzündung durch Candida? – Teil 2

 

Anstatt einer bakteriellen Infektion kann auch eine Blasenentzündung durch Candida infrage kommen. In diesem Blogartikel geht es um die Diagnose sowie die schulmedizinische bzw. ganzheitliche Therapie (erfahre hier mehr zu den Symptomen und Risikofaktoren von Blasenentzündung durch Candida).

 

Diagnose von Blasenentzündung bei Candida

Schulmedizinische Diagnose

Um eine Diagnose zu stellen, muss der Arzt (am besten der Urologe) den Candida Pilz in einer Laborprobe mikroskopisch untersuchen. Im Falle der Blasenentzündung kommt statt einer Blut- oder Gewebeprobe eine Urinkultur des Mittelstrahlurins zum Einsatz, die auf ein Pilzmedium angelegt wird.

Eine Harnwegsinfektion ist beim Nachweis hoher Erregerzahlen, d.h. über 100.000 Hefen/ml im Mittelstrahlurin, wahrscheinlich.

 

Naturheilkundliche Diagnose

Bioresonanz

Alternativ zur Urinkultur kann mit Hilfe einer Bioresonanz diagnostiziert werden, ob eine Candida Infektion vorhanden ist. Es kann dabei auch festgestellt werden, welche Art der Mykose vorhanden ist, und wo im Körper sie sich angesiedelt hat.

Speichel-Test

In alternativmedizinischen Kreisen wird auch folgender Spucktest empfohlen:

Direkt nach dem Aufstehen in ein Glas mit stillem Wasser (in Zimmertemperatur) spucken und das Wasser innerhalb der nächsten Stunde beobachten.

Wenn vom Speichel, der an der Oberfläche schwimmt, lange Fäden ins Glas hinunter ziehen, deutet dies auf Candida im Körper hin. Je schneller sich die Fäden bilden und der Speichel absinkt, und je dicker die Fäden sind, desto mehr Hefepilze befinden sich im Speichel.

Schwimmt der Speichel nach einer Stunde noch immer auf dem Wasser und bilden sich keine Fäden, dann liegt wahrscheinlich keine Candida Infektion vor.

Anmerkung: es erscheint mir fragwürdig, wie exakt ein solcher Test sein kann. Auch kann durch einen solchen Test nicht erkannt werden, ob auch der Urin mit Hefepilzen belastet ist. Daher würde ich das Ergebnis lediglich als ersten Anhaltspunkt werten.

 

Therapie von Blasenentzündung durch Candida

Blasenentzündung durch Candida kann entweder schulmedizinisch oder naturheilkundlich behandelt werden.

 

Schulmedizinische Therapie

Meist ist im Falle einer Blasenentzündung durch Candida ein Vaginalpilz, der in die Blase gewandert ist, die Ursache. In diesem Fall muss vor allem der Vaginalpilz behandelt werden. Da sich der Hefepilz aber ebenfalls in der Blase befindet, reicht eine lokale Therapie mit Zäpfchen und Salben nicht aus. Stattdessen kommt eine systemische Therapie zum Einsatz. Dies bedeutet ein Anti-Mykotikum in Tablettenform, z.B. mit 200 mg Fluconazol, für 14 Tage lang morgens eingenommen.

Selten müssen Antimykotika intravenös verabreicht werden.

Risiken und Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen von Antimykotika wie Fluconazol können jedoch, ähnlich wie bei Antibiotika, schwerwiegend sein und bis zu Leberversagen, Nierenveränderungen und Gewebetod reichen.

Wie bei Antibiotika besteht auch bei Antimykotika, anders als lange angenommen, die Gefahr der Resistenzbildung gegen Medikamente. Solche resistente invasive Mykosen können dann gravierende Folgen haben (mehr dazu hier).

Da sich die Pilzinfektion meist nicht lokal eingrenzen lässt, sondern in verschiedenen Körperbereichen, einschliesslich dem Darmtrakt, nachweisen lässt, ist es sinnvoller, die Candida Infektion ganzheitlich anzugehen. Hierdurch werden ständige Neuinfektionen, ausgehend vom Darm, über die Vagina bis hin zur Blase, verhindert.

Wichtig ist es auch, den Partner mit zu behandeln, um eine Neuinfektion beim Geschlechtsverkehr zu vermeiden.

 

Ganzheitliche Therapie

Die Naturheilkunde setzt mit dem Verständnis an, dass nur ein geschwächtes Immunsystem durch den Pilz infiziert wird. Meist spielt die Anti-Pilz-Diät eine zentrale Rolle bei der Behandlung. Die Candida Infektion soll aus dem Darmtrakt entfernt werden, wodurch auch der Nährboden für Infektionen der Vagina und Blase entzogen wird.

 

Bioresonanztherapie

Die oben genannte Bioresonanztherapie dient zwar als Diagnoseinstrument, vermag aber alleine den Pilz nicht zu eliminieren. Hierfür muss sie neben einer konsequenten Ernährungsumstellung mit einer zusätzlichen Gabe von Therapeutika kombiniert werden.

Die Bioresonanztherapie kann jedoch unterstützend wirken: Anstatt durch die Gabe von Anti-Mykotika die Steuerungssysteme des Körpers zu blockieren, werden durch die Therapie Blockaden gelöst, so dass der Körper selbst in der Folge besser gegen den pathogenen Faktor vorgehen kann.

Ergänzend werden beispielsweise folgende Therapeutika verabreicht:

 

Nystatin

Nystatin ist ein Antimykotikum, das den Pilz lokal abtötet, ohne vom Körper resorbiert zu werden. Es wird praktisch nicht ins Blut aufgenommen. Hierdurch kann einem Darmpilz beigekommen werden, und verhindert, dass dieser sich permanent weiter in Richtung Vagina und Blase ausbreit.

 

Homöopathie

Alternativ können beispielsweise homöopathische Präparate von Sanum eigesetzt werden.

Morgens wird Fortakehl oder Notakehl eingenommen, und abends Sanukehl Cand und Prefrakehl. Diese Kombination wird für fünf Tage lang eingenommen, mit einer anschliessenden Pause von zwei Tagen usw. Die Behandlungsdauer sollte mindestens 4 Wochen betragen.

Zeitgleich sollte die Darmflora mit einem guten Produkt (z.B. Healthy Trinity, Kijimea) wieder aufgebaut werden, um die im Darm entstandenen „freien Parkplätze“ durch eine gesunde Darmflora wieder zu besiedeln.

 

Ernährung

Hefepilze benötigen für ihr Wachstum dringend Kohlenhydrate, bevorzugt Süßes. Dabei ist es egal, ob es sich um weißen oder braunen Zucker, Honig oder Fructose aus Früchten oder Fruchtsäften handelt. Denselben Effekt haben Weißmehl und auch Vollkornprodukte, die im Darm in Zucker verstoffwechselt werden. Eines der Symptome von Darmpilzen ist daher auch der Heißhunger nach Süßem, da die Hefepilze Nachschub benötigen. Besonders in den ersten Tagen nach dem Absetzen süßer Speisen kommt es daher oft zu Suchtanfällen.

Mehr zum Ernährungsplan bei Candida findest du hier.

 

Candida aus Sicht der TCM

Candida ist, wie auch eine bakterielle Infektion der Harnwege, aus Sicht der Traditionell Chinesischen Medizin (TCM) in erster Linie ein Nässesyndrom, d.h. der Nährboden für die Pilze oder Bakterien wird durch pathogene Feuchtigkeit (im westlichen Sprachgebrauch als „Schlacken“ bekannt) verursacht. Die Feuchtigkeit tritt verbunden mit Hitze oder Kälte auf, welche durch eine Milz-Yang-Schwäche oder Milz-Qi-Leere verursacht werden.

Da Süßes stark befeuchtend (Schlacken bildend) wirkt und auch die Milz schwächt, beinhaltet eine Therapie vor allem die Vermeidung von süßen und auch befeuchtenden Nahrungsmitteln. Daneben werden Kohlenhydrate reduziert.

Die pathogene Feuchtigkeit sollte aus dem Körper ausgeleitet werden, ebenso wie eine mögliche Kälte im Verdauungstrakt bzw. innere Hitze. Bevorzugt werden thermisch neutrale, gekochte Nahrungsmittel, und warmes Wasser. Ist das gesunde innere Milieu dank einer konsequente Diätetik und die Unterstützung von Therapeutika wie Kräutern und speziellen Nahrungsmitteln wieder hergestellt, so verschwindet der Pilz häufig von ganz alleine.

 

Weitere natürliche Antimykotika zur Behandlung von Blasenentzündung durch Candida

Unterstützend zur Candida Therapie können bspw. folgende natürliche Nahrungsmittel gut eingesetzt werden:

 

Behandlung mit Kokosöl

Die pilzfeindliche Wirkung von Kokosöl im Verdauungssystem wurde zwischenzeitlich durch eine Studie der Tufts University in Massachusetts/USA wissenschaftlich bestätigt.

Kokosöl kann als natürliches Antimykotikum entweder äußerlich auf Haut und Schleimhäute aufgetragen oder innerlich gegen Darmpilze eingenommen werden.

Kokosöl kann laut dem Forscherteam im Fachjournal mSphere das Wachstum von Candida albicans sehr gut begrenzen und so einer Überbevölkerung durch den Hefepilz entgegenwirken.

Kokosöl kann in die Ernährung integriert werden und hierdurch vorbeugend oder therapeutisch wirken. Kokosöl reduzierte in der Studie, verglichen mit einer Ernährung mit Rinderfett, die Zahl der Candida-Pilze im Darm um über 90 Prozent.

Dazu sagt Dr. Kearney Gunsalus: „Wenn wir künftig Kokosöl nutzen, können Pilzmedikamente für wirklich kritische Situationen aufbewahrt werden.”

Kokosöl mit Oregano Öl

Besonders wirksam soll Kokosöl in Kombination mit Oregano Öl sein, das nicht nur antibiotisch, sondern auch antimykotisch wirkt.

Dazu wird 10 Tage lang 1 TL Kokosöl mit 1 Tropfen Oreganoöl vermischt und eingenommen. Man beginnt mit 1 Einnahme pro Tag und steigert die Dosis dann langsam auf 3 Einnahmen pro Tag.

Falls ein Teil der Symptome danach noch immer vorhanden ist, kann man nach 2 Tagen Pause mit einem weiteren Einnahmezyklus von 10 Tagen fortfahren. Dazu ist es wichtig, ausreichend Wasser (30 ml pro Kg Körpergewicht) zu trinken und zusätzlich 1-2 Mal pro Tag täglich ½ – 1 TL Heilerde einzunehmen, um die abgestorbenen Pilze und Pilzgifte schnell zu absorbieren und auszuleiten.

 

Grapefruit Kern Extrakt

Ein weiteres, empfehlenswertes Mittel ist Grapefruitkernextrakt. Es hilft dabei, Candida dauerhaft zu eliminieren und stärkt und schützt gleichzeitig den Organismus, indem es ihn vor freien Radikalen schützt und die Nährstoffaufnahme in die Zellen verbessert.

Bei der Behandlung mit Grapefruitkernextrakt darf die Dosis nur sehr langsam gesteigert werden, um eine mögliche, durch Candida Sterben verursachte Herxheimer Reaktion zu verhindern.

So könnte mit einer niedrigen Einstiegsdosis von drei Tropfen pro Tag gestartet und nach einigen Wochen auf 3 x 20 Tropfen pro Tag erhöht werden.

 

Granatapfel

Auch der Granatapfel besitzt einen bei Candida-Infektionen hochwirksamen Wirkstoff, das Punicalagin.

Punicalagin kann die Zellmembran des Candida Pilzes durchbrechen und auf diese Weise die Hefepilzzellen bekämpfen, wie 2010 eine Studie aus Brasilien zeigte.

Die Granatäpfel können hierfür entweder frisch verzehrt werden, in Form von frisch gepresstem Saft (täglich 2 Mal 150-180 ml) oder bequem (aber weniger schmackhaft) als Granatapfelkernextrakt.

 

Mein Tipp:

Du leidest unter Blasenentzündung durch Candida? Dann würde ich es zunächst mit einer ganzheitlichen Therapie versuchen. Versuche auf jeden Fall, die wiederholte Einnahme von Antimykotika zu vermeiden, und starte mit einem lokal wirksamen Produkt wie Nystatin, um die Candida im Darm zu besiegen. Stelle deine Ernährung um, versuche, auf Süßes zu verzichten, und suche einen ganzheitlich praktizierenden Arzt auf, um dich bei der Therapie zu unterstützen!

 

Quellen:

https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/082-005l_S1_Candida-Infektionen_Diagnose_Therpie_2016-07.pdf

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=71538

https://www.bacopa.at/odok/btna/fingerlos001.pdf

 

*Hinweis: Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich keine Medizinerin bin, sondern aufgrund meiner eigenen Geschichte auf die Suche nach natürlichen Lösungsansätzen für Blasenentzündungen gegangen bin, über die ich hier berichte. Dieser Blog dient reinen Informationszwecken und kann eine ärztliche Behandlung nicht ersetzen. Die hier veröffentlichten Informationen dürfen keinesfalls als Empfehlung zur Selbstmedikation verstanden werden. Bei ernsthaften gesundheitlichen Beschwerden ziehe bitte unbedingt einen Arzt oder Heilpraktiker zurate. *

 

 

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